Für die Ausbildung einiger spezieller Fachbereiche kommen sehr spezifische Kriterien und Bedürfnisse zur Anwendung. Dies sieht man vor allem bei der Ausbildung von Polizei- und Armeescharfschützen. Die Schussentfernung ist in diesem Falle unverhältnismäßig größer als bei den meisten Waffen und die Ziele sind, im Hinblick zu ihrer Gestalt, unvergleichbar schwieriger. Die Verantwortung, geprägt durch Eingriffsnotwendigkeit in tatsächlicher Situation kann dabei riesig sein. Auch an Zielscheiben für solche Schießübungen werden dann unterschiedliche Anforderungen gestellt, als dies bei viel üblicherem Training mit Pistole oder Maschinengewehr der Fall ist. In der Praxis gibt es nur wenige Zielscheiben, die sich auf ein ähnliches Training konzentrieren. Diejenigen, die zur Verfügung stehen, sind jedoch wenig geeignet, und zwar wegen ihrer Verarbeitung und nur einer geringen realistischen Gestaltung. Sogar wurden oftmals notdürftig für das Präzisionsschützentraining als verschiedene Ersatzmittel auch geläufige Pistolenschießscheiben benutzt, sehr häufig auch in schwarz-weißer, animierter Ausführung, die nicht gerade einfallsreich waren. Viele Präzisionsschützen und Instruktoren für Spezialeinheiten riefen daher schon seit langer Zeit nach einer neuen Sonderzielscheibe aus Papier, die endlich auch die höchsten Ansprüche an das Präzisionsschützentraining im Dienst des dritten Jahrtausends erfüllen würde.

Präzisionsschützenzielscheiben

Abmessungen

  • 600 × 880 mm


 
 


Diese Entwicklung hat man nicht nur bei uns gesehen, ähnliche Meinungen waren auch aus dem Ausland immer mehr zu hören. Daher entschied man sich in der Firma ESP nach dem Erfolg der ersten Serie taktischer Zielscheiben, ein völlig neues Produkt herzustellen, das am meisten den Bedürfnissen derjenigen entgegen kommt, von deren genauem Treffer in der Realität oftmals Menschenleben abhängig sein können. Nach einer gründlichen Sammlung vieler Erfahrungen und wertvollen Kenntnissen aus der ganzen Welt hat man sich der Produktion gewidmet. An der Entwicklung dieses Trainingsmittels beteiligten sich von Anfang an auch zahlreiche Top-Präzisionsschützen aus namhaften Spezialeinheiten und Experten über die Präzisionsschießausbildung auf lange Entfernungen. Vor allem diese haben mit häufigen Fachberatungen und einer Vielzahl von praktischen Tests zu der gegenwärtigen Gestaltung der neuen Zielscheibe für Präzisionsschützen grundsätzlich beigetragen, die derzeit nach Meinungen vieler erudierten Fachleute das am meisten gelungene Trainingsmittel darstellt. Es handelt sich um das „Sniper-Programm“ für ein komplexes Training.

 
 
 

Fakt ist, dass die bisherigen Foto-Zielscheiben aus der ESP-Serie gegenwärtig auch für das Präzisionsschützentraining erfolgreich benutzt werden, jedoch nur für das Training der Armeescharfschützen, die einen Schuss auf extrem lange, oftmals mehrere Hundert Meter entfernte Ziele abgeben müssen. Die Gestaltung der Ziele ist bei solcher Schussart vollkommen ausreichend, denn in einer Situation, in der ein Gegner 800 Meter entfernt ist, ist der mittlere Körperbereich das Standardziel. Bei kleineren Entfernungen, etwa um die 100 Meter, typisch für Polizei-Präzisionsschützen oder bei Soldaten in den immer häufigeren Straßenkämpfen in Städten, wurden diese klassischen Zielscheiben dank ihrer realistischen Gestaltung eher zur Erstellung von Modellsituationen angewendet, jedoch nicht für ein durchgehendes, regelmäßiges Training.

Die Treffsicherheit gegenwärtiger Spitzengewehre ist für die angegebene Entfernung sehr hoch. Auch im Hinblick zur Realität ist es i. d. R. notwendig, das Ziel immer mit dem ersten Schuss zu treffen, und zwar auf einer kleinen, durch die Anatomie bestimmten Fläche, die üblicherweise so groß ist, wie ein Golfball und im Bereich des Hirnstammes liegt. Bei Zerstörung des Hirnstammes wird der Getroffene augenblicklich handlungsunfähig und ist auch zu keinen reflexartigen Reaktionen mehr fähig. Dies ist dann notwendig, damit der Täter oder Terrorist seine Drohung nicht wahrmachen kann, sei es das Töten eines zur Hinrichtung bestimmten Opfers, Umbringen einer Geisel oder das Zünden eines Sprengsatzes durch einen Selbstmordattentäter.

Bei allen bisherigen Zielscheiben der ESP-Serie war zwar dieser Bereich in der Kopfmitte gekennzeichnet, aber auf Grund der Erfahrungen aus dem Training musste man feststellen, dass beim Schießen auf eine Entfernung von etwa 100 m dieser Bereich durch Kumulation der Treffer sehr schnell beschädigt wurde. Und zwar soweit, dass oftmals keine ordnungsgemäße Auswertung erfolgen konnte und man paradoxerweise auf der großen Papierfläche auf nichts mehr sinnvoll zielen konnte. Außerdem befanden sich die Gestalten auf den Bildern nur in einer begrenzten Anzahl von Positionen – entweder in einer Front- oder Seitenansicht. In der realen Situation kann es jedoch häufig vorkommen, dass auf eine Person geschossen werden muss, die im Hinblick zur Position des Präzisionsschützen schräg oder sogar direkt von hinten anvisiert werden muss.

Außerdem kann es auch passieren, dass der nach oben oder unten geneigte Kopf einer Person getroffen werden muss. Dabei kann sich die Position des Schützen im Schicksalsaugenblick deutlich unterhalb des Zielniveaus oder sehr hoch über ihm befinden. Der Treffer in die richtige Zone ist in dieser Situation sehr schwierig, denn der Zielpunkt - gegeben durch die Anatomie des Gehirns - muss in den beschriebenen Situationen nicht unbedingt den Mittelpunkt vom Kopf darstellen und seine Lage kann sich sehr oft wegen der momentanen Position bedeutend ändern.

Das Ziel war von Anfang an auch die Entwicklung eines vollkommen universellen Zielscheibenmaterials. Eines solchen, dass sowohl ein vollständig komplexes Training ermöglicht (inkl. eines präzisen Einschießens des Zielfernrohrs), als auch teilweise das sog. „Präzisionsschützentagebuch“ vertritt und die Möglichkeit schriftlicher Aufzeichnungen der Bedingungen bietet, unter denen das Schießen stattgefunden hatte. Man strebte somit das Entstehen eines vollkommen spezifischen, Multifunktions-Präzisionsschützenzieles an, das sich sowohl zum regelmäßigen Training, als auch zur Durchführung von Wettbewerben spezieller Streitkräfte eignen würde.

Zu den weiteren Anforderungen gehörte - so wie bei den bisherigen Zielscheiben der ESP-Serie - auch die genau festgelegte Definition der Trefferzonen und das Versehen der Zielscheibe mit anatomischem Schema und Kennzeichnung der augenblicklichen Position der Organe (hier des Gehirns) des Gegners. Beides sollte jedoch nur so ausdrucksvoll gestaltet werden, dass dies nicht für die Schützen und ihre optische Visiere mit starkem Zoom einfach zu sehen ist, jedoch dass aus kurzer Entfernung eine gute Auswertung der Schusse und das Verkleben der Zielscheibe ermöglicht. Die Zielscheibe sollte sich aus mehreren Gegnern in verschiedenen Positionen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad für den Treffer zusammensetzen. Die Ziele sollten mehr oder weniger verdeckt, oder z. B. durch eine unbeteiligte Person abgeschirmt sein, was das Schießen erheblich erschwert. Die schwierigeren Ziele wären für das Schießen aus stabiler Position (z. B. liegend) bestimmt, die einfacheren sollten die Fähigkeit des Schützen, einen präzisen Schuss auch aus einer alternativen, schwierigeren Position (erzwungen durch momentane Situation - im Knien, Sitzen, Stehen mit Abstützung u. ä.) zielsicher zu platzieren, testen.

 

Präzisionsschützen-Training-Programm   Präzisionsschützen-Training-Programm   Präzisionsschützen-Training-Programm
 

Die neue Zielscheibe wurde nach zahlreichen Beratungen mit Top-Schützen aus mehreren nummerierten Sektionen entworfen, wobei jede von ihnen einen Abschnitt einer bestimmten Handlung darstellt. Und zwar stets in jenen Situationen, in denen in der Praxis die Benützung einer Waffe vom Präzisionsschützen notwendig und unverzüglich sein sollte. Die Zielscheiben basieren auf sehr realistisch ausgeführten Farbfotos von verkappten oder unmaskierten Personen, damit sich der Präzisionsschütze so viel wie möglich an die künftige mögliche Gestalt seines Ziels gewöhnt. Auch dies erhöht die Attraktivität der Trainingsprogramme erheblich und unterstützt die notwendige Motivation der Teilnehmer.

Einige der Personen sind - im Hinblick zum immer öfter vorkommenden Einsatz unserer Armee- und Polizeimitglieder im Ausland - in Form von Gegnern dargestellt, die typisch für das heutige Irak und Afghanistan sind. Die Köpfe der Gegner auf der neuen Zielscheibe befinden sich absichtlich in sehr unterschiedlichen Positionen zur Schussrichtung. Alle Figuren sind mit zwei Zonen gekennzeichnet – Randzone - Treffer „B“ (d.h. die Person muss nicht unmittelbar außer Gefecht gesetzt sein) - und die kleinere - zentrale Zone „A“ (d.h. optimale sofortige Eliminierung des menschlichen Zieles.

Bei bestimmten Zielen wird die äußere Zone in ausreichender Entfernung von etwaigen Schutzen geführt - auch Streifschüsse an harten Gegenständen können in der Praxis die Ableitung des Schusses, dessen Ablenkung oder Fragmentierung bedeuten. Die kann leider zur kritischen Nichtaußergefechtsetzung des Schlüsselzieles führen.

Durch eine dünne Linie ist auch der Treffer von unbeteiligten Personen gekennzeichnet - in diesem Falle von bedrohten Geiseln, also Zielen, die durch den Schuss nicht gefährdet sein dürfen. Die Kopfsilhouetten der Kriminellen oder Terroristen sind absichtlich durch andere äußerliche Erscheinungen „verzerrt“. Genau so, wie sie oftmals in der Realität mit der Umgebung verschwimmen und ihre Umrisse für den Schützen nur beschränkt deutlich sein sollen. Umso schwieriger ist es dann für den Präzisionsschützen, den Zielpunkt genau zu definieren. All dies soll in der Praxis dazu dienen, dass der Präzisionsschütze sehr schnell sein Ziel auch unter erschwerten Bedingungen findet und an ihm unterbewusst den Zielpunkt zum optimalen Treffer bestimmt.

Andere Teile der Zielscheiben sollen außerdem den Präzisionsschützen dazu bringen, über die beste Lösung einiger spezifischer Situationen nachzudenken - z. B. die Problematik eines Schusses durch ein schräg positioniertes Glas, Schuss auf die Waffe des Gegners u. ä.

 

 

 

Der Teil unten links ist vor allem zum genauen Einschießen des Präzisionsschützengewehres auf die übliche Entfernung von 100 Metern bestimmt. Dazu dienen zwei große Korrektionsquadrate und das Netz auf ihnen ist für die schnelle Korrektur der Einstellung vom optischen Visier und die notwendige Korrektion bestimmt. Die ist in diesem Fall sehr einfach - um wie viele Felder der Schütze seitlich oder in der Höhe das Ziel verfehlt, um so viele „Clicks“ korrigiert er dann die Einstellung. Die Entfernung der Netzlinien ist an die zwei am meisten benutzten Fadenkreuzsysteme angepasst - ein Quadrat ist mit Verschiebungen um 1 cm auf 100 m versehen, das andere bietet dann die Korrektur um ein Viertel MOA (Bogenminute) auf 100 m. Die Anwendungsart ist wie folgt: Der Schütze bestimmt anhand der Art seiner Optik das entsprechende Quadrat, auf das er in der angeführten Weise seine Waffe relativ einfach einschießt. Auf dem anderen Quadrat wird er anschließend die Präzision seiner Waffe „bestätigen“. Beide Zielscheiben sind nicht nur mit einem Mittelkreuz mit zentralem Kreis und Punkt versehen, sondern auch mit hervorgehobenen Hilfsecken. Die ermöglichen ein viel besseres Wahrnehmen des Fadenkreuzes auf der Zielscheibe. All dies trägt zum besseren Vergleich der Elemente im vertikalen und horizontalen Bereich bei. Gerade diese Ausführung des Einschussziels bietet nach vielen namhaften Experten eine höhere Trefferpräzision. Zur Überprüfung der notwendigen Genauigkeit des Einschießens dienen fünf weitere kleine Zielscheiben mit einem Mittelkreuz. Diese sind als ein Kreis mit einem Durchmesser von 1 MOA (Bogenminute) dargestellt, denn die Trefferstreuung der meisten modernen Waffen in dieser Klasse sollte auf die Entfernung von 100 m standardmäßig nicht größer sein, als gerade diese Fläche. Der untere Teil steht gleichzeitig zum Notieren von allen wichtigen Angaben zur Verfügung, in denen der Ort, Uhrzeit und alle Schlüsselbedingungen zu notieren sind, unter denen das Einschießen stattgefunden hatte. Dies kann später zum zweckmäßigen Archivieren der ganzen Schießscheibe (oder Aufbewahrung lediglich von diesem Teil) dienen oder zum anschließenden Notieren sämtlicher notwendiger Angaben im „Präzisionsschützentagebuch“. Es handelt sich um ein sehr nützliches Hilfsmittel zur langfristigen Auswertung von Eigenschaften der Waffe und dem Niveau der Schützenfähigkeiten ihres Benutzers. Das Feld „Target number“ unten in der Ecke dient zur gut lesbaren Kennzeichnung der Schießscheibe. Die hier angegebene große Nummer (z. B. mit einem dicken Filzstift) hilft bei der schnellen Erkennung der eigenen Zielscheibe und verhindert ungewolltes Vertauschen unter den benachbarten Zielscheiben. Das zeigt sich als großer Vorteil sowohl beim normalen Training, als auch bei Schießwettbewerben.

 
ESP-Präzisionsschützenzielscheiben
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ESP-Präzisionsschützenzielscheiben
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ESP-Präzisionsschützenzielscheiben
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ESP-Präzisionsschützenzielscheiben
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